Reichlich Action mit Kickboxen

Unter dem Begriff Kickboxen wird eine Kampfsportart verstanden, die eine Kombination aus Karate, Taekwondo und Boxen ist. Alle Elemente und Techniken dieser drei Kampfsportarten sind im Kickboxen vereint. Überall auf der Welt gibt es Schulen, die Sportler in dieser Sportart ausbilden. Auch Verbände sind weit verbreitet. Jeder Verband und jede Schule kann unterschiedliche Regeln haben, doch eine Regel ist überall gleich: Das Schlagen auf den Rücken ist verboten, ebenso das Schlagen des auf dem Boden liegenden Gegners. Außerdem ist es verboten, den Gegner zu werfen.

Grade beim Kickboxen

Beim Karate ist es üblich, durch abgelegte Prüfungen einen höheren Grad zu erreichen. Dies ist auch beim Kickboxen der Fall. Doch nicht in allen Verbänden ist das Erreichen von höheren Graden möglich.
Ein höherer Grad wird in der Regel durch einen farblichen Gurt ausgezeichnet. Anfänger tragen einen weißen Gurt, den so genannten siebenten Kyu. Anschließend werden nach bestandenen Prüfungen die Farben Gelb (6. Kyu), Orange (5. Kyu), Grün (4. Kyu), Blau (3. Kyu), Hellbraun (2. Kyu) und Braun (1. Kyu) vergeben. Durch eine weitere Prüfung erhält der Sportler den schwarzen Dan. Nun hat er den ersten Meistergrad erreicht. Oftmals ist es möglich, weitere vier Meistergrade zu erhalten. Diese werden jedoch nicht auf Grund bestandener Prüfungen vergeben. Besonders engagierte Kickboxer werden durch die weiteren Meistergrade geehrt.

Wettkampfarten beim Kickboxen

So wie in zahlreichen anderen Sportarten werden auch im Kickboxen Wettkämpfe veranstaltet. Der weltweit größte und älteste Fachverband für Kickboxen, die World Kickboxing Association (WKA), richtet jährlich Weltmeisterschaften aus. Die Wettkämpfe werden in drei verschiedene Arten unterteilt, wobei sich jeweils Gegner der gleichen Gewichtsklasse gegenüber stehen. Unterschieden werden Semikontakt, Leichtkontakt und Vollkontakt. Beim Semikontakt wird der Wettkampf nach jedem erzielten Treffer kurzzeitig unterbrochen. Diese Unterbrechung dient den drei Wettkampfrichtern darüber zu entscheiden, wie viele Punkte dem jeweiligen Kämpfer zugesprochen werden. Beim Leichtkontakt findet diese Unterbrechung nicht statt. Des Weiteren kann beim Leichtkontakt die bessere Technik zusätzlich bepunktet werden. Der Unterschied zwischen diesen beiden Disziplinen und dem Vollkontakt besteht nicht nur darin, dass die Disziplin Vollkontakt in einem Boxring und die anderen beiden Disziplinen auf der Matte ausgetragen werden. Denn beim Vollkontakt kann der Sieg zusätzlich durch ein K.O. entschieden werden.

Sicherheit ist auch beim Kickboxen wichtig

Auch wenn Kickboxen eine Kampfsportart ist, so steht die Sicherheit doch im Vordergrund. Zur Ausrüstung gehören neben dem Schienbein- und Fußschutz auch die Handschuhe, die in jedem Fall geschlossen sein müssen. Auch ein Kopf- und ein Tiefschutz müssen getragen werden. Frauen dürfen ohne einen Brustschutz nicht kämpfen. Und ein Gebissschutz ist ebenfalls unerlässlich.