Karate ist eine waffenlose Kampfkunst

Karate ist eine Kampfkunst, deren Ursprünge vermutlich im Okinawa des 19. Jahrhunderts liegen. Allmählich wurde diese Kunst auch im übrigen Japan bekannt und breitete sich nach dem Zweiten Weltkrieg auch weltweit aus. Heutzutage gibt es unzählige Anhänger dieser Sportart und selbst die Kleinen üben diesen Sport mit Begeisterung aus.

Das Karatetraining

Traditionell beginnt und endet das Karatetraining mit einer kurzen Meditation, die als mokuso bezeichnet wird. Dadurch wird auch auf den friedlichen Zweck des Karate hingewiesen. Des Weiteren werden beim Karate die 20 Regeln des Gichin Funakoshi befolgt. Eine dieser Regeln besagt, dass Karate mit Respekt beginnen und enden soll. Aus diesem Grund beginnt und endet das Training sowie jeder Kampf mit einem Gruß. Des Weiteren ist beim Karate eine hierarchische Unterteilung zu beachten. So gibt es den Meister, den so genannten Sensei, sowie den Sempai und den Kohai. Der Sempai ist derjenige, der länger dabei ist als der Kohai. Dies hat in jedem Falle Vorrang vor dem Alter. Als Beispiel: Ein 24-Jähriger trainiert seit drei Jahren und ist der Sempai für einen 48-Jährigen, der gerade mit Karate beginnt.
Zu den Regeln des Karatetrainings gehören auch gewisse Umgangsformen. So ist es zum Beispiel sehr unhöflich, hinter dem Rücken des Sensei zu gehen.

Die Kleidung beim Karate

Beim Praktizieren von Karate wird von den Karateka eine entsprechende Kleidung getragen, der so genannte Karate-Gi. Dabei handelt es sich um einen einfachen Karateanzug, der aus einer weiten Hose mit Schnürung am Bund, einer weiten Jacke und einem starken Stoffgürtel besteht. Zur Herstellung des Karate-Gis wird üblicherweise reine Baumwolle verwendet. Der Gürtel hat zum einen die Aufgabe, die Jacke geschlossen zu halten. Andererseits zeigt er durch seine Farbe den Grad des Karateka an. Der Gürtel wird generell auf der Vorderseite gebunden.
Schuhe werden beim Karate nicht getragen. Diese Kampfkunst wird generell barfuss ausgetragen

Die verschiedenen Grade beim Karate

Wie auch bei einigen anderen Kampfsportarten wird beim Karate der Grad des Sportlers mit der entsprechenden Farbe des Gürtels angegeben. Anfänger tragen grundsätzlich einen weißen Gürtel. Durch das Bestehen von Prüfungen können sie einen höheren Grad erreichen. Insgesamt gibt es neun Schülergrade, die so genannten Kyu (weiß, gelb, orange, grün, blau, violett und dreimal braun), sowie zehn Meistergrade, die so genannten Dan, die generell in schwarz gehalten sind.