Geschichte des Bowlings

Die Entstehung des Bowlings ist auf das Kegeln zurückzuführen. Schon in der Antike war Kegeln ein weitverbreiteter Sport. Sogar im alten Ägypten soll das Spiel schon bekannt gewesen sein. Bewiesen ist, dass das Kegeln durch Einwanderer in Amerika bekannt wurde. Aufgrund dessen, dass Kegeln dort stellenweise, wegen Glücksspiels, verboten wurde, änderten die Kegelliebhaber ein paar Dinge ab. Sie stellten zehn, anstatt neun Kegel auf, nannten diese Pins und änderten die Aufstellung der Pins etwas ab. Das Bowling war geboren. Etwa Anfang des 20. Jahrhunderts wurde diese neue Abwandlung des Kegelns auch in Europa bekannt.

Unterschiede zwischen Bowling und Kegeln

Anstatt neun Kegel werden zehn Pins aufgestellt. Mit der Spitze auf den Spieler zeigend, ergibt der Aufbau der Pins ein gleichseitiges Dreieck. Die Pins beim Bowling stehen frei, da sie durch eine sogenannte Pin-Setter-Maschine aufgestellt werden, wogegen Kegel an Schnüren befestigt sind. Der Aufbau der Bowlingbahn an sich, unterscheidet sich durch die Größe und Begebenheit von einer Kegelbahn. Bowlingbahnen werden auch mit einem Ölfilm überzogen. Die Bowlingkugeln sind wesentlich größer als Kegelkugeln und werden "Ball" genannt. Um diese besser greifen zu können, sind darin drei Löcher, für den Daumen und die beiden mittleren Finger, vorhanden.

Grundlagen des Bowlings

Ein Bowlingspiel (Game) besteht aus zehn Durchgängen (Frames). Jeder Spieler hat pro Durchgang zwei Würfe, bei denen es das Ziel ist die meisten Pins umzuwerfen. Fallen beim ersten Wurf bereits alle zehn Pins, wird das "Strike" genannt. Werden beim zweiten Wurf die vorher stehen gebliebenen Pins komplett abgeräumt, wird das "Spare" genannt. Ein "Open Frame" (Offener Durchgang) entsteht, wenn in einem Durchgang nicht alle Pins abräumt werden konnten. Zwei Strikes nacheinander werden "Double" genannt. "Turkey" werden drei Strikes hintereinander genannt und bei vier Strikes in Folge wird von einem "Bagger" gesprochen. Bei fünf oder mehr Strikes in Serie spricht der Experte von einem "in a row".

Die Spielweise

Anfänger versuchen meist mit einem geraden Wurf mitten auf das Dreieck der Pins zu treffen. Im ersten Drittel der Bahn sind kleine Pfeile abgebildet, die die Treffgenauigkeit erhöhen, wenn der Spieler beim Wurf auf sie achtet und nicht auf die Pins. Fortgeschrittene, bzw. Profibowler geben ihren Bällen einen Drall, wodurch dieser einen Bogen macht. Damit wird bewirkt, dass sich der Ball seitlich in das Dreieck dreht und somit mehr Pins trifft. Das erhöht die Chance auf einen Strike um ein Vielfaches. Damit zeigt sich, dass Bowling nichts mit Kraft zu tun hat, sondern mehr mit der Kontrolle und Koordination zwischen Armen, Schritten und den Augen.