Badminton - hat nichts mit Federball zu tun

Badminton - ein Rückblick

Bereits vor 2000 Jahren wurde wurde in Indien mittels eines flachen Holzschlägers ein kleiner Holzball, an den Hühnerfedern geklebt wurden, hin und her geschlagen. In Europa entdeckte die Menschen das Spiel zur Zeit des Barock. Vorallem bei adeligen, britischen Damen war Battledore oder Shuttlecock ein beliebtes Spiel. Es galt, den Ball so lange wie möglich über das Netz zu spielen, ohne das er den Boden berührt. Zu einer offiziellen Sportart wurde Badminton erst 1893 mit der Gründung des ersten Verbandes. Seit 1899 gibt es die "All England Championships", das Wimbledon für Badmintonspieler. 1903 kam Badminton nach Deutschland und 1953 wurde in Wiesbaden die erste deutsche Meisterschaft ausgetragen.
Heute spielen ca. 4,5 Millionen Menschen in Deutschland Badminton, über 200.000 davon in 16 Verbänden.

Badminton - das Material

Der Badmintonschläger ist kleiner als ein Tennisschläger und wiegt im Idealfall gerade einmal 80 g. Als Faustregel gilt: Je härter der Rahmen, desto präziser gelingen die Schläge. Die Schläger werden mit Kunststoffsaiten bespannt. Nur Profis bevorzugen Naturdarmsaiten, da diese länger haltbar sind. Die Querseiten sollten immer härter bespannt sein als die Längstsaiten, um ein optimales Spiel zu erzielen. Freizeitspieler benutzen in der Regel einen Ball mit Hartgummikopf und einem Kranz auf Kunststoff.
Auf Wettkampfebene wird mit einem Ball gespielt, der eine Kopf aus Kork und einen Kranz aus 16 Enten oder Gänsefedern hat.

Badminton - die Regeln

Badminton wird in einer Halle gespielt, die mindestens eine Höhe von fünf Metern haben muss. Berührt der Ball die Decke, so wird das als Fehler bewertet. Das Spielfeld misst 13,40 m in der Länge und 6,10 m in der Breite. Die Höhe des Netzes beträgt 1,55 m und die Linien, die das Spielfeld begrenzen, sind 4 cm dick. Nur beim Doppel darf das ganze Feld bespielt werden.
Im Badminton wird, wie beim Tennis, in Sätzen gezählt. Derjenige der zuerst 21 Punkte mit zwei Punkten Abstand erreicht, gewinnt den Satz. Das Aufschlagrecht hat der Spieler, der den vorangegangenen Punkt für sich entschieden hat.

Badminton - Olympisch

1972 bei den Sommerspielen in München war Badminton Demonstrationssportart und wurde begeistert aufgenommen.
Seit 1992 in Barcelona ist Badminton eine olympische Disziplin, mit Ausnahme des gemischtes Doppels.
Erst in Atlanta 1996 wurde in allen fünf Disziplinen gespielt.